Leseproben


Der Teufelsrat

Plötzlich erwachte sie!

Ihr kam es vor, als hätte jemand, leise und bedächtig wie ein schwacher Wind, in ihr Ohr geflüstert.

War es schon wieder soweit?

Offensichtlich, denn der letzte Teil hatte nahezu gleich dem vorhergehenden geendet.

Nur wenn gerechte Strafe herrscht, bleibt es bei der Ordnung, die ehedem herrscht!

Das hatte es geheißen.

Sie lag in ihrem Bett und blinzelte verschlafen zu der sich in den Höhen verlierenden Decke hinauf. Ein Blick aus dem Fenster zeigte ihr die ominöse, schleichende Wolke, die schon einen leicht backsteinroten Ton angenommen hatte. Es war also bald Zeit 

für den nächsten Tag.

 

Hel, überbringe ihm die Nachricht!

 

Sie atmete tief durch. Ihr war, als hätte sie eine Stimme gehört, die ihr befahl, sofort zu ihrem Gebieter zu schreiten und ihm die unheilvollen Nachrichten zu überbringen.

Die Zeit, sie rennt!

Das konnte nichts Gutes bedeuten. Zwischen ihren Augen zeigte sich eine schwache Sorgenfalte.

Sie richtete sich auf. Ein verschlafenes Gemurre ertönte um sie herum und sie lächelte ihr unnachahmlich erotisches Lachen und ihre Stimme erklang zugleich sanft und überlegen: „Steht auf, meine Süßen! Ich muss mich aufmachen, um unseren Herrn eine Vision zu überbringen!“

Ein Strudel aus nackten Männern regte sich in ihrem Bett. Topathletische Prachtburschen mit markanten Gesichtern, deren einzige Aufgabe es war, ihr des Nachts Wärme und Zuneigung zu spenden, waren um ihren ebenfalls nackten, unvergleichlich perfekten und im schwachen Kerzenlicht schillernden Körper geschlungen und zeigten nun eine herbe Enttäuschung in ihren Mienen, dass diese Nacht schon ihr Ende gefunden hatte. Manche plagte noch die Sehnsucht und Wollust, doch es war an Hel, zu bestimmen, wen sie zu welcher Zeit in ihrem begehrten Tor zum reinen Elysium Einlass gewährte. Jetzt war jedoch nicht der richtige Moment dafür, auch wenn sie sich gerne noch in ihrem behaglichen Bett räkeln würde, um hin und wieder eine ihrer Sexsklaven zu beglücken.

Sie schubste ein paar der attraktiven Männer sanft aus dem Bett, erhob sich grazil und beugte sich lasziv nach vorne, um eine

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