Hochzeitsgedicht Anja


Liebe Anja,

 

 

ich hoffe, du hast sie gehört,

´ne sehr schöne Geschichte,

vom alten Mann und seinen Söhn´n,

geb´ ich hier zu Gedichte.

Er sah zu ihnen auf und sprach,

wie wichtig es nur ist,

dass man die Liebe und die Treu´

zu seinen Nächsten nie vergisst.

 

Es ist Zusammenhalt, der prägt,

so sprach der Alte weise,

und nahm die Söhne in den Arm,

vor seiner letzten Reise.

Dann nahm er Stöcke in die Hand,

einen für jeden Knaben,

und brach sie einer nach dem nächsten,

und wollt´ sie so erschrocken haben.

 

„Das seid ihr“, so gab er an,

„wenn ihr euch trennt und streitet.

Denn wenn ihr gleichgesinnt nicht seid,

so schwach seid ihr und leidet.“

Er packt´ erneut ein Bündel Holz,

sah vom Kleinsten bis zum Ersten.

Er suchte dann mit aller Kraft,

Das Bündel zu zerbersten.

 

Doch dies gelang nicht, stell dir vor,

er konnt´ sie nicht zerstören.

„Wenn einig jeder zu dir steht,

werd´ ihr euch Leid erwehren!“

 

Anja, du bist wunderbar und hast in aller Ehren,

den Begleiter deines Lebens nun, ihr zwei könnt euch begehren.

Ihr beide seid für´nander da und habt euch Treu´ geschworen,

und mit dieser Hochzeit hier ist nun ein Band geboren.

 

Du gehst nun einen neuen Weg,

ein Schiff für euch liegt an dem Steg,

es legt zum Haf´ der Liebe an,

und jeder weiß, da ist was dran,

an Ewigkeit und Treue

auf dass man nie bereue,

sein Seelenpartner spürst du da,

an deiner Seit´, nur das ist wahr.

Doch wir begleiten dich noch immer,

du wirst uns auch nicht los,

indem du diese Ehe schließt,

das ist nun mal dein Los.

 

 

Ich denke gern an jene Jahr´,

da wir noch ein Heim teilten,

da war es lustig und auch laut,

das war´n die alten Zeiten.

Zwecks Beispiele, du schöne Braut,

bin ich noch nicht verlegen,

drum musst du kurz, sofern du willst,

sie einmal noch erleben.

 

Ich denke da an beide Frau´n,

die eine brav, die and´re nicht,

die sich die Worte ums Ohr hauen,

du wirst wohl erinnern dich.

Doch wir beide war´n immer schon,

die aller engsten Seelen,

zwei Freunde gar, durch dick und dünn,

keiner kann das verhehlen.

 

Du liebst den Sport, ich tat´s einmal,

man sieht´s an dir und auch an mir,

während ich ein bisschen Speck anleg,

bist du ein Sport erprobtes Tier.

Zu freundlich fand dich manch ein Mensch,

und wollte dich gern necken.

Doch diese Rechnung ging nicht auf,

bald musst er sich doch verstecken.

Denn du allein bist stark und taff,

doch wenn´s doch zu viel war,

dann traten wir ans Spielfeld ran,

und das End´ vom Lied war klar.

 

Nun hast du einen neuen Mann,

ein bärenstarkes Tier, J

und ich bin froh, dass es ihn gibt,

denn er gibt Deckung dir.

Wir wünschen euch von Herzen,

dass ihr für immer seid,

was ihr euch wünscht, das ihr sein wollt,

und das für alle Zeit.

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Anita (Samstag, 16 Januar 2016 16:25)

    Gefällt mir sehr gut.